Verlag Das Brennglas

Vegetarisch ist gesünder

Von Julia Brunke

Der Konsum von Fleisch und Wurst ist ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen:

Fleisch begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

Sie sind die Todesursache Nummer 1: Fast jeder zweite Deutsche stirbt an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Eine Ernährung mit vielen tierischen Produkten, viel gesättigten Fetten und raffinierten Kohlenhydraten führt zu den typischen Zivilisationskrankheiten.

Der Verzehr pflanzlicher Proteine und Fette hingegen wirkt sich nicht nur günstig auf Risikofaktoren der Arteriosklerose aus, sondern auch auf den Blutdruck, die Nierenfunktion und den Knochenstoffwechsel.

Fleisch verursacht Übergewicht:

Gesättigte Fettsäuren aus tierschen Produkten begünstigen die Entstehung von Übergewicht. Übergewicht gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen u.a.m.

Vegetarier haben Studien zufolge durchschnittlich einen deutlich niedrigen BMI.

Fleisch ist ein Risikofaktor für Bluthochdruck:

In den westlichen Industrieländern leidet etwa jeder Vierte an Bluthochdruck. Einen wesentlichen Anteil hat die Ernährung: Ein hoher Konsum von gesättigten Fettsäuren, wie sie vor allem in Fleisch und Wurst sowie Käse und Butter vorkommen, gilt als Risikofaktor.

Vegetarier erkranken seltener an Bluthochdruck und haben auch durchschnittlich niedrigere systolische und diastolische Blutdruckwerte.
Fleisch ist ein Risikofaktor für Krebs:

Krebs ist mit etwa 25 Prozent der Todesfälle die Todesursache Nummer 2. Etliche Studien zeigen, dass der Verzehr von rotem Fleisch ein erhöhtes Krebsrisiko zur Folge hat. Hoher Fleischkonsum erhöht das Risiko für Magenkrebs, der weltweit zweithäufigsten Krebs-Todesursache. Eine Studie des Ontario Cancer Institute wies den direkten Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und erhöhtem Brustkrebsrisiko nach.

Vegeterier haben ein geringeres Krebsrisiko. Eine Langzeitstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg ergab zudem: Vegetarier leben länger als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Fleisch begünstigt Diabetes:

Eine hohe Zufuhr gesättigter Fettsäuren, wie sie in tierischen Produkten enthalten sind, kann zu einer Insulinresistenz führen und begünstigt das Entstehen von Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). »Je mehr Fleisch im Durchschnitt verzehrt wird, desto höher ist das Diabetesrisiko«, sagt der führende Ernährungsexperte Prof. Dr. Claus Leitzmann.

Eine Langzeitstudie beweist, dass vegetarisch lebende Menschen ein bis zu 30-40% geringeres Risiko haben, an Diabetes mellitus zu erkranken.

Fleisch schädigt die Knochen:

Fleischprodukte enthalten durchschnittlich mehr Phosphor als Calcium. Ein erhöhtes Phosphor/Calcium-Verhältnis hat eine verstärkte Freisetzung von Calcium aus den Knochen zur Folge. Studien zeigen einen engen Zusammenhang zwischen einer hohen Phosphataufnahme mit der Nahrung und einem erhöhten Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche.

Es besteht heute weitgehend Konsens darüber, dass eine Ernährung mit einem hohen Gemüse- und Obstanteil für die Knochengesundheit am besten ist. Bei Vegetariern sinkt Studien zufolge auch das Arthroserisiko.